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  Das weiße Paradies (1929) A 1929 REGIE: Max Neufeld BUCH: Erwin Rainer, Louis Rokos KAMERA: Arthur Schwertführer, Ludwig Schaschek DARSTELLER: Fred Döderlein, Hilde Jennings, Hans Marr, Illa Meery, Hans Thimig, Peter Leska, Eugen Neufeld, Clementine Plessner, Hans Harrer PRODUKTION: Hugo-Engel- Film GmbH, Wien LÄNGE: 89 Minuten FORMAT: Beta-SP, s/w, stumm Eines Paradebeispiel für das typische Genie Max Neufelds: man nehme eine Geschichte bar aller Überraschungen, reines Genre, Kintopp ohne Ende und Morgen und ignoriere sie weitestgehend, nutze sie als wackliges, grad mal für etwas mehr als eine Stunde stabiles Gerüst, an dem man alles Mögliche machen und aufhängen kann – so lange am Ende das am Anfang gestellt Problem gelöst wird, ist alles gut. Will sagen: um das Fabrikantentöchterchen und den Skilehrer muss man sich, trotz Papas Standesdünkel, keine Sorgen machen, um den Rest der Personage sowieso nicht, das Kino wirds ja richten; man kann sich einfach der Freude an der Landschaft und an dem Spektakel der Menschen darin hingeben: Gewaltige Berge, weite Schneefelder, darin Könner ihres Sports, deren Brillanz ausgiebigst gehuldigt wird – rund 2/3 des Films bestehen aus Skiszenen! Das Kino als Heimat eines rastlosen Sehens: hier ist es. Durchaus ein kleines Meisterwerk, grad in seiner schlenkerlustigen Unprätentiösität. (om)       Klavierbegleitung: Gerhard Gruber http://filmmusik.at/ http://filmmusik.at/English/Gerhard-Gruber-Silentfilm-English.html